Was gehört zu einem gesunden Frühstück? Und welche Rolle spielt die erste Mahlzeit des Tages für Stoffwechsel, Gewichtsregulation und Herzgesundheit? In einem Interview mit der Zeitung WELT erklärt Internistin und Ernährungsmedizinerin Dr. Cathrin Klaus, warum ein ausgewogenes Frühstück beim Abnehmen helfen kann – und welche Lebensmittel besser vermieden werden sollten.
Zum vollständigen Interview in der WELT geht es hier.
Hier finden Sie ein kuzre Zusammenfassung der wichtigsten Informationen.
Die Frage nach dem Frühstück
Lange Zeit galt das Frühstück als wichtigste Mahlzeit des Tages. Aus heutiger Sicht sieht Dr. Klaus diese Aussage differenzierter. Nicht jeder Mensch benötigt zwingend drei Mahlzeiten täglich. Konzepte wie Intervallfasten zeigen, dass auch zwei Mahlzeiten am Tag möglich sein können. Für viele Menschen kann ein gutes Frühstück jedoch hilfreich sein – besonders dann, wenn das Ziel Gewichtsreduktion ist.
Früher hab man ganz klassisch drei Mahlzeiten zu sich genommen – heute wisse die Medizin, dass auch andere Modelle möglich sind, erklärt Dr. Cathrin Klaus ausführlich im Interview. Gleichzeitig warnt sie vor häufigem Snacken. Jede Zwischenmahlzeit sei dahingehend schwierig, weil die Menschen ohnehin ein großes Gewichtsproblem haben.
Ein ausgewogenes Frühstück kann helfen, Heißhungerattacken zu vermeiden und den Tag strukturierter zu beginnen.
Stabiler Blutzucker statt Zuckerspitzen
Ein zentraler Aspekt einer gesunden Ernährung ist die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels. Lebensmittel mit hohem Zuckeranteil oder schnell verfügbaren Kohlenhydraten führen zu starken Blutzuckeranstiegen. Der Körper reagiert darauf mit der Ausschüttung von Insulin. Dies sei ein Masthormon, sagt Dr. Klaus. „In dem Moment, in dem Insulin im Körper ist, wird Fett festgehalten und der Fettabbau gehemmt.“
Deshalb empfiehlt sie Lebensmittel, die den Blutzucker möglichst stabil halten. Eine gute Basis für das Frühstück sind beispielsweise Vollkornprodukte. Dies sei ein nährstoffreiches Superfood und enthalte Ballaststoffe, die für eine sehr gute Sättigung sorgen und dabei helfen, Zuckerspitzen zu vermeiden.
Eiweiß unterstützt Sättigung und Muskelerhalt
Neben komplexen Kohlenhydraten spielt Eiweiß eine wichtige Rolle im Frühstück. Proteine tragen dazu bei, länger satt zu bleiben und unterstützen den Erhalt von Muskelmasse. Quark oder Skyr morgens bauen zwar keine Muskeln auf, aber man kpnne damit sehr gut verhindern, dass Muskelmasse verloren gehe.
Geeignete Eiweißquellen können beispielsweise sein:
- Quark oder Skyr
- Hüttenkäse
- Eier
- Nüsse und Samen
- Hülsenfrüchte oder Tofu
- Fisch
Besonders Eier bewertet die Ernährungsmedizinerin positiv: „Das Protein im Ei gehört zu den hochwertigsten Proteinen, die wir essen können.“
Weniger Zucker und weniger Fertigprodukte
Viele vermeintlich gesunde Frühstücksprodukte enthalten versteckten Zucker. Dazu gehören beispielsweise gezuckerte Müslis, Cornflakes oder süße Aufstriche.
Dr. Klaus empfiehlt deshalb, wieder stärker auf natürliche und unverarbeitete Lebensmittel zu setzen. „Wir müssen zurück zu dem, was der Körper evolutionsgenetisch kennt.“
Ein Beispiel für ein ausgewogenes Frühstück finden Sie im vollständigen Interview in der WELT.



